25 Jahre wobe-systems

Blauer Hintergrund, 6 Icons im Vordergrund die den Mehrwert von Open Source symbolisieren

Open Source bei wobe-systems: Warum offene Technologie einen Mehrwert für unsere Kunden bietet

Stell dir vor, du baust deine gesamte Produktion auf eine Software auf – und plötzlich ändert der Hersteller die Lizenzbedingungen, stellt das Produkt ein oder verdoppelt die Kosten.

Was wie ein Worst-Case-Szenario klingt, ist für viele Unternehmen bitterer Alltag. Closed Source bedeutet Abhängigkeit.

Unternehmen kaufen nicht nur eine Lösung, sondern auch das Risiko, dass eben diese Lösung irgendwann

  • nicht mehr passt,
  • zu teuer wird oder
  • einfach verschwindet.

„Wir hatten Kunden, die jahrelang auf eine Software setzten – bis der Anbieter die Preise explodieren ließ oder das Produkt einstellte“, erzählt Maik Wojcieszak, CTO und Co-Founder bei wobe-systems. 

Doch es geht auch anders, und zwar mit Open Source.

Die drei größten Probleme mit Closed Source – und warum Open Source die Antwort ist

1. Die Kostenfalle:

Was heute günstig erscheint, kann morgen zum Kostentreiber werden. Versteckte Gebühren, Zwangs-Updates, plötzliche Lizenzänderungen – „das ist wie ein Abo, bei dem nur der Anbieter die Regeln macht“, sagt Björn, Teamlead und langjähriger Entwickler bei wobe-systems. „Bei Open Source zahlen wir in die Community ein. Das lohnt sich.“

2. Die Blackbox:

Was passiert wirklich in deiner Software? Bei Closed Source bleibt es das Geheimnis des Herstellers. „Man muss dem Hersteller einfach vertrauen“, so Björn. „Aber in der Industrie, wo Sicherheit und Compliance entscheidend sind, ist das kein gutes Gefühl.“ Open Source schafft Transparenz: Bei Bedarf kann der Code geprüft werden, jede:r kann Fehler melden oder Verbesserungen einreichen.

3. Die Sackgasse:

Wenn ein Produkt eingestellt wird, bleibt oft nur der teure Wechsel – oder das Festhalten an veralteter Technologie, was dann wiederum mit erheblichen Sicherheits- und Performanceproblemen verbunden sein kann. „Bei Closed Source hat man keine Alternative“, erklärt Maik. „Bei Open Source schon: Der quelloffene Code gibt uns verschiedene Möglichkeiten, zu reagieren.“

Open Source bei wobe-systems: Mehr als nur Code

Schon in den 2000er Jahren, als Open Source noch als „Bastler-Lösung“ galt, setzten wir bei wobe-systems auf Firebird – eine Datenbank, die entstand, als Borland das ursprüngliche Projekt Interbase zeitweise aufgab. „Damals war das ein Experiment“, erinnert sich Björn. „Heute ist Firebird eine stabile, bewährte Lösung – und unsere Kunden profitieren von einer Technologie, die sie wirklich kontrollieren können.“

Doch Open Source ist kein Selbstläufer. „Open Source lebt von der Community. Und das heißt Geben und Nehmen“, betont Maik. Genau das tun wir:

  • Wir nutzen Open Source-Produkte wie Visual Studio Code, Golang, PostgreSQL und Keycloak – und geben unser Wissen zurück an die Community.
  • Wir unterstützen die Open Source Community und sichern so die Zukunft verschiedener Projekte. „Statt Lizenzkosten in Closed Source zu bezahlen, fördern wir die Weiterentwicklung offener Lösungen“, sagt Maik. „So schützen wir uns und unsere Kunden vor plötzlichen Lizenzänderungen.“
  • Wir entwickeln eigene Lösungen auf Open Source-Basis.

„Früher hieß es oft: Das ist doch nicht Enterprise-tauglich“, erzählt Maik. „Mittlerweile fragen Kunden aktiv nach Linux, nach PostgreSQL, nach Keycloak – weil sie die Vorteile kennen: geringere Nutzungsentgelte, mehr Kontrolle, echte Flexibilität.“

Sicherheit, die geprüft werden kann

Ein häufiges Vorurteil: Open Source sei unsicher.

Die Realität? „Eine aktive Community ist entscheidend“, sagt Björn. „Wenn ein Projekt gut gepflegt wird, sind Sicherheitslücken unter Umständen oft schneller behoben als bei Closed Source.“ Denn hier kann jeder den Code prüfen, Fehler melden, Verbesserungen einreichen. Transparenz schafft Vertrauen.

Allerdings: Nicht jedes Projekt ist gleich. „Man muss schon hinschauen“, berichtet Björn. „Es gibt Projekte, die plötzlich eingestellt werden – wie die offene Version von MinIO. Dann steht man da und muss reagieren. Das ist uns auch schon passiert.“

Doch Transparenz allein reicht nicht aus. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Lizenzen der genutzten Open-Source-Projekte zu ihren Anforderungen passen – sei es für den kommerziellen Einsatz, die Einbindung in eigene Produkte oder die Weitergabe an Kunden. „Nicht jede Open-Source-Lizenz erlaubt alles“, erklärt Maik. „Manche erfordern z. B. die Offenlegung des eigenen Quellcodes bei Änderungen, andere verbieten die Nutzung in proprietären Systemen. Wir prüfen das für jedes Projekt genau – und beraten unsere Kunden, welche Lösungen sie nutzen können.“

Hier allerdings wird der Vorteil von Open Source ganz deutlich: Weil der Code offen ist, kann man sich helfen – aber nur, wenn man die Regeln kennt und einhält. Ob durch Forks, Alternativen oder eigenes Engagement – unsere Kunden sind nie von einem einzigen Anbieter abhängig.

Lizenzen – Was muss ich beachten?

Nicht jede Lizenz passt zu jedem Projekt. Open-Source-Lizenzen regeln, was du mit dem Code tun darfst – und was nicht. Beispiele:

👉 Permissive Lizenzen (z. B. MIT, Apache 2.0): Erlauben fast alles – auch die Nutzung in Closed-Source-Projekten.

👉 Copyleft-Lizenzen (z. B. GPL): Verlangen, dass Änderungen am Code wieder als Open Source veröffentlicht werden.

👉 Strikte Lizenzen (z. B. AGPL): Erweitern Copyleft auf Netzwerkanwendungen (auch SaaS).

🔎 Tipp: Eine Übersicht der gängigen Lizenzen und ihrer Bedingungen findest du hier:

„Wir helfen unseren Kunden, die passende Lizenz zu finden – damit sie rechtlich sicher und souverän arbeiten können“, erklärt Björn.

„Kostenlos“ ist nicht „umsonst“ – aber es lohnt sich

Ein Missverständnis, das immer wieder auftritt: Open Source sei „kostenlos“. Stimmt – aber nur, teilweise. Gerade auf Enterprise-Level fallen für viele Open Source Projekte auch Lizenzkosten an. „Aber selbst kostenlose Lizenzen bedeuten niemlas komplett „umsonst“: Die Kosten sind vielleicht geringer, aber letztendlich verschiebt man sie“, erklärt Maik. Statt teurer Lizenzen investieren wir dann in Know-how, in die Einarbeitung, manchmal auch in Support oder Weiterentwicklung. Der Aufwand zahlt sich aber aus:

  • Keine überraschenden Gebühren,
  • keine Abhängigkeiten,
  • keine Blackboxes,
  • echte digitale Souveränität

Open Source vs. Free Open Source

„Kostenlos“ ≠ „frei von Bedingungen“

Open Source bedeutet: Der Quellcode ist einsehbar und kann genutzt, verändert und weitergegeben werden – aber unter bestimmten Lizenzbedingungen (s. oben).

Free Open Source (FOSS) betont zusätzlich: Die Software darf kostenfrei genutzt werden – allerdings oft mit Auflagen (z. B. Nennung der Urheber:innen oder Offenlegung eigener Änderungen).

Wichtig: Selbst „kostenlose“ Lizenzen können Pflichten mit sich bringen – z. B. die Veröffentlichung eigener Anpassungen.

„Open Source ist kein Freibrief, sondern ein Vertrag mit der Community“, sagt Maik.

„Früher haben Kunden gesagt: Wir wollen Windows, weil wir es kennen“, erzählt Maik. „Heute fragen sie nach Linux – weil sie unabhängig sein wollen.“

Dieser Wandel ist kein Zufall. Open Source gibt Unternehmen die Kontrolle zurück. Das ist besonders wichtig, wenn die Systeme das Kerngeschäft des Unternehmens betreffen.

Und genau das machen wir für unsere Kunden möglich – jeden Tag. Ob durch Forks, Alternativen oder eigenes Engagement – unsere Kunden sind nie von einem einzigen Anbieter abhängig.

Die Zukunft ist offen – und wir gestalten sie mit

Die digitale Welt wird immer komplexer – und gerade deshalb darf sie nicht undurchsichtiger und von noch mehr Abhängigkeiten geprägt sein. „Die digitale Welt muss nicht undurchsichtig sein“, sagt Maik. „Mit Open Source geben wir unseren Kunden die Werkzeuge an die Hand, um ihre digitale Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.“

Denn eines ist klar: Die Industrie von morgen braucht Lösungen, die flexibel, sicher und unabhängig sind. Lösungen, die mitwachsen, sich anpassen und keine Geheimnisse vor ihren Nutzern haben. Genau dafür steht wobe-systems.

Ob in der Produktion, im Qualitätsmanagement oder bei der Integration von Maschinen und IT-Systemen – wir zeigen, wie Open Source nicht nur funktioniert, sondern wie es Unternehmen stärker macht. Stronger. Smarter. Souveräner.

Bereit für den nächsten Schritt? Dann lass uns reden. Gemeinsam finden wir die offene Lösung für deine Herausforderungen.

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